Seidenhühner und Zwerg Seidenhühner

Rassegeschichte: Ursprünglich stammen die Seidenhühner aus dem asiatischen Raum. Die ersten Aufzeichnungen datieren aus den Jahren 1250 und 1330 als man glaubte, katzenhaarige Hühner gesehen zu haben. In den Jahren 1520 bis 1560 beschrieb der Schweizer Schriftsteller und Naturforscher Konrad Gessner in einem Buch über Vögel die Seidenhühner als schneeweisse Wollhühner mit blauschwarzer Haut. Dies wurde um 1700 bewiesen, als solche Tiere in Holland auftauchten. Im Jahre 1920 tauchten die ersten siamesischen Seidenhühner auf, die nicht blauschwarz, sondern hellhäutig waren. Zwerg-Seidenhühner kamen in den Siebzigerjahren aus Holland und Dänemark.

Form und Kopf: Gefordert wird ein kompaktes Huhn in allseits gerundeter Würfelform, mit mittelmässig ansteigender Rückenlinie. Das Gefieder soll sich in weicher Seidenfiedrigkeit zeigen, ebenso Haube und Bart. Die Hautfarbe ist schwärzlich blau, ebenso der rassebedingte Maulbeerkamm mit einer schönen Querfalte. Bei den bärtigen Tieren sind die Kehllappen stark verkümmert. Die Ohrscheiben sollen klein, glatt und in der Farbe türkisblau sein, bei Tieren mit Bart von diesem verdeckt. Die Augen sind lebhaft, möglichst schwarzbraun gefärbt.

Farbenschläge: Seidenhühner sind zugelassen in den Farben Weiss, Schwarz, Wildfarbig, Blau, Silber-wildfarbig, Gelb, Weiss-Schwarzgefleckt, Splash, gesperbert, Perlgrau und Rot. Die Zwergseidenhühner werden in den Farben Weiss, Schwarz, Wildfarbig, Silber-wildfarbig, Gelb, Perlgrau gezüchtet.

Siamesische Zwergseidenhühner werden nur in Weiss gezüchtet und haben helle Haut und rote Kopfpunkte.

Besonderheiten: Ein Wort zum Gefieder: Dieses weist keine zusammenhängenden Federn auf und der Schaft der einzelnen Feder ist schlaff. Die Federfahnen sind nicht ineinander gehackt, somit erscheint die Feder zerschlissen, sehr weich, eben haarartig. Die Haut sowie die Knochen und das Fleisch sind blauschwarz. Eine weitere Besonderheit: Die Seidenhühner haben 5 Zehen und die Aussenseite des Laufes und die äussere Zehe sind befiedert. Das zutrauliche Haubenhuhn ist eine extravagante Erscheinung und durch sein eifriges und zuverlässiges Brüten und sorgsames Führen der Küken ist das Seidenhuhn besonders für die Brut und Aufzucht auch von edlen Fasanen und anderem zarten Ziergeflügel geeignet.

Zuchtwart im Klub: Markus Grüter, Stockmatt, 6204 Sempach